Gastspiel im Gastspiel

Vom 12. Juli bis am 9. November 2014 fand «Gastspiel. Schweizer Gegenwartskunst im Museum Rietberg» statt. Zollfreilager erhält die Gelegenheit, mit eigenen Zugängen, Positionsnahmen und Beobachtungen auf die Ausstellung, das Museum und seine Sammlung zu reagieren. Mitwirkende der bis November abgeschlossenen Spezialausgabe sind neben der Zollfreilager-Redaktion auch Damian Christinger (Kurator der Ausstellung), Peter Weber und Lukas Bärfuss (beide vertreten in der Ausstellung).

Vom 12. Juli bis am 9. November 2014 fand «Gastspiel. Schweizer Gegenwartskunst im Museum Rietberg» statt. Zollfreilager erhält die Gelegenheit, mit eigenen Zugängen, Positionsnahmen und Beobachtungen auf die Ausstellung, das Museum und seine Sammlung zu reagieren. Mitwirkende der bis November abgeschlossenen Spezialausgabe sind neben der Zollfreilager-Redaktion auch Damian Christinger (Kurator der Ausstellung), Peter Weber und Lukas Bärfuss (beide vertreten in der Ausstellung).

Warum man nett sein soll

von Alisha gepostet am 30. Juni 2014

Nimbu ist ein Eichhörnchen und traurig. Der alte König ist gestorben. Nigiri Modogo war ein guter König, am besten war, dass er so nett war. Die Schildkröte verstand Nimbu. Dank Nigiri Modogo konnte seine Schwester Timba glücklich weiterleben. Sie wäre wegen einem tödlichen Fieber fast gestorben. Morgen wird ein neuer König auf den Trohn gesetzt.

Der neue König heisst Kifaru und ist ein Leopard. Weil Nigiri Modogo keine Kinder hat, wird Kifaru König. Nimbu erinnert sich noch, wie Kifaru die alte Urulu umgebracht hat. Kifaru hat gedacht, dass sie eine Hexe sei und dass ihr Haus voller Zaubersprüche sei. Aber als er in die Bücher schaute, waren es nur Rezepte. Oh Gott! Er würde jeden umbringen, der sich nicht lange genug vor ihm verbeugt.

Heute ist der Tag! Heute wird Kifaru König! Ich muss mich alleine mit den Männern verbeugen, aber zum Glück kann Timba sich mit Mama verbeugen. Jetzt müssen wir aber los.

Endlich sind wir da. Es ist sehr laut. Dort ist Igirin, er ist mein bester Freund. Kifaru kommt. Alle sind mucksmäuschenstill. Niemand getraut sich, ein Wort zu sagen. Bei Nigiri Modogo wäre das nie passiert. Endlich ist es fertig.

„Ich bin so glücklich! Vater ist wieder da! Ich bin so glücklich. Vater war nämlich im Krieg. Wir wohnen in Nigeria und haben oft Streit mit Kamerun. Vater ist jetzt bei uns für ein paar Monate. Vater muss dann wieder in den Krieg. Er sagt, dass es nur ein paar Monate dauert, aber ich glaube ihm nicht. Ich musste sechs Monate warten, bis er wieder nach Hause kam. Aber er hat seinen Arm gebrochen, du kannst also hoffentlich verstehen, wieso ich gleichzeitig glücklich und traurig bin.

Wir gehen zum Doktor, um zu fragen, was wir machen sollten. Doktor Uhu sagt, dass man ein Verband um den Arm wickeln müsste. Er habe allen Verband aufgebraucht. Aber Kifaru hat noch mehr Verband. Wir müssen also zum König gehen. Eigentlich wollte niemand zu ihm, aber wir müssen. Eigentlich ist Kifaru nett. Er hat gesagt, dass wir so viel Verband haben dürfen, wie wir wollen. Er hat uns auch zum Tee eingeladen, aber wir sagten, dass wir etwas erledigen müssten (aber eigentlich hatten wir bloss immer noch ein bisschen Angst vor ihm). Doktor Uhu hat Papas Arm in den Verband gelegt und es ging ihm viel besser.

Heute haben wir einen Brief per Post bekommen. Er war von Kifaru. Er lädt uns noch einmal ein zum Tee und wir können ja nicht noch einmal absagen, also gingen wir. Kifaru erzählte uns, dass er einen Diamantring hat und dass er ihn im Garten ausgezogen hat. Dann sei ein Vogel gekommen und habe den Ring weggeschnappt. Er habe versucht, dem Vogel den Ring vom Nest zu schnappen, aber er sei zu gross.“

 Als Nimbu das hört, rennt er zum Baum und klettert so schnell wie der Wind auf den Baum, schnappt den Ring und rennt zu Kifaru. Dieser war so glücklich, dass er versprach, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Ende gut, alles gut.

#07b21b